


Die guten Leistungen des 18-jährigen FCB-Mittelfeldspielers blieben auch Nationaltrainer Ottmar Hitzfeld nicht verborgen. Xherdan Shaqiri steht im offiziellen Aufgebot der A-Nationalmannschaft für das Länderspiel gegen Uruguay am 3. März in St. Gallen.
Shaqiri ist Schweizer mit kosovarischen Wurzeln und kam bisher in der U19 und der U21 der Schweiz zum Einsatz. Beim FC Basel 1893 spielte er zuletzt stets von Beginn weg im rechten Mittelfeld und vermochte jeweils zu überzeugen. Insgesamt absolvierte er, seit er im Sommer ins Profikader des FCB aufgenommen worden ist, 18 Partien für die Basler und erzielte dabei einen Treffer.
Xherdan Shaqiri, herzliche Gratulation zu Ihrem ersten Nationalmannschafts-Aufgebot. Wann haben Sie davon erfahren?
Xherdan Shaqiri: Am Donnerstag nach dem Training hat mich Thorsten Fink darüber informiert, dass mich Ottmar Hitzfeld gerne kennenlernen würde und mich deshalb wohl aufbieten werde. Ich dachte zuerst, es sei ein Scherz. Aber als Fink ernst blieb, merkte ich, dass es vermutlich doch stimmt.
Und wie war Ihre Reaktion?
Ich dachte: Hoppla! Ich war sehr überrascht, habe überhaupt nicht mit einem Aufgebot gerechnet. Aber im Fussball kann es manchmal sehr schnell gehen.
Was bedeutet das Aufgebot für Sie?
Es ehrt mich sehr, von Ottmar Hitzfeld als jüngster Spieler nominiert worden zu sein. Ich kannte ihn bis jetzt nur aus dem Fernsehen und freue mich, ihn persönlich kennenzulernen.
Mit welchen Erwartungen rücken Sie vor dem Testspiel gegen Uruguay ins Nationalteam-Camp ein?
Es geht in erster Linie wirklich darum, dass der Nationaltrainer mich kennenlernt und wir uns einmal austauschen können. Und dann will ich im Training zeigen, dass ich hoch motiviert und bereit bin. Aber ich erwarte natürlich nicht, dass ich gleich spiele.
Bei FCB kommen Sie derzeit jeweils von Beginn weg zum Einsatz. Spüren Sie dadurch einen grösseren Druck als vorher?
Ja, der Druck ist deutlicher spürbar, wenn man von Anfang an spielt – das ist schon eine Verpflichtung. Das habe ich gemerkt bei meinem Fehlpass im Aarau-Spiel, bevor das 0:1 fiel. Da machte ich mir zunächst schon Gedanken. Aber ich wollte am Ende nicht der Sündenbock sein, deshalb blieb mir nur eines übrig: Vergessen was passiert war, Vollgas geben und meinen Fehler wieder wettmachen.