


Torhüter Marcel Herzog spricht über sein erstes Spiel mit dem FC Basel – aber nicht über seine Zukunft
Von Fabian Kern
Basel. Die Torhüter-Position kann im Fussball undankbar sein. Ein einziger Fehlgriff macht eine sonst tadellose Leistung zunichte und bringt die eigene Mannschaft oft um Punkte. Oder man spielt fehlerlos und kassiert dennoch drei Treffer, wie das Marcel Herzog gegen die Grasshoppers passiert ist. «Natürlich stellt man sich das anders vor», räumt der Bubendörfer nach seinem ersten Spiel im Dress des FC Basel ein. Ernsthaft ärgern mochte er sich nach dem 6:3-Sieg nicht, denn er war bei allen Gegentoren machtlos. Herzogs Saisonpremiere dürfte auch gleichzeitig seine Dernière beim Meister gewesen sein. Der 31-Jährige soll sich mit dem FC St. Gallen einig sein, nur will das beim FCB bisher noch niemand bestätigen - wohl, weil der Aufstieg der Ostschweizer in die Super League erst gestern Sonntag Tatsache wurde.
BaZ: Marcel Herzog, war das Ihr Abschiedsspiel?
Marcel Herzog: Das weiss man noch nicht.
Aber Sie werden in der nächsten Saison nicht mehr beim FCB spielen?
Das weiss man noch nicht.
Kommt das bald heraus?
Das kann sein.
Seit wann wussten Sie, dass Sie heute spielen?
Das habe ich schon vor zwei Wochen erfahren. Es war ein Dankeschön des Trainers an mich. Er meinte, ich hätte es auch einmal verdient, im Tor zu stehen. Mich freut sehr, dass er ein Trainer ist, der diese Einstellung hat. Dass er auf die einzelnen Spieler schaut und sagt: Wir sind ein Team, jeder soll die Chance haben, auf dem Feld zu stehen. Für mich war das quasi
ein Zückerli.