22.04.2012 | Basler Zeitung
Marco Streller beisst in Sion auf die Zähne
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Ein Sieg beim FC Sion am Sonntag (ab 16 Uhr live auf baz.ch) könnte dem FC Basel bereits einen Monat vor Saisonende den 15. Meistertitel bringen – sofern Luzern nicht gewinnt. Heiko Vogel interessiert dies aber noch nicht.

Dass der FC Basel diese Saison Schweizer Meister wird, daran dürfte in der Schweiz wohl niemand zweifeln, der bei wachem Verstand ist. Nach dem bestätigten Punkteabzug für den FC Sion interessiert in der Nordwestschweiz nur noch eine Frage: Wann steigt die spontane Meisterfeier auf dem Barfüsserplatz? «Man muss flexibel sein», meint Cheftrainer Heiko Vogel lakonisch. Aber ihn interessiert diese Frage nicht gross. «Wir haben es nicht selbst in der Hand, wir machen keine Rechnungen. Wir schauen nur auf unser Spiel», erklärt der Deutsche. Das ist auch gut so, denn auch bei einem Unentschieden oder gar einer Niederlage des FC Luzern am Samstag gegen Servette muss der FCB im Wallis gewinnen, um am späten Sonntagabend auf dem Barfi zu feiern.

Was es dazu braucht, ist deshalb nicht nur Schützenhilfe der Genfer, sondern vor allem eine starke Leistung im Sittener Tourbillon. Vogel betrachtet das Duell mit Sion aus rein sportlicher Perspektive: «Mit allen Punkten, die der FC Sion ohne Abzüge hätte, wäre er auf dem zweiten Platz. Deshalb ist das für mich ein Spitzenkampf.» Und deshalb wird Vogel seine bestmögliche Formation aufs Feld schicken – sogar Marco Streller, der sich am letzten Wochenende in Winterthur die Hand gebrochen hat.